Gebühren

Die Gebühren für anwaltliche Leistungen sind in Deutschland im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) gesetzlich festgelegt. In arbeitsrechtlich oder sozialrechtlichen Angelegenheiten bildet der Gegenstandswert die Grundlage für die Berechnung der Gebühren. Bei einem gerichtlichen Verfahren wird der Gegenstandswert als Streitwert bezeichnet.

Soll der Rechtsanwalt zum Beispiel 5.000,00 EUR an Arbeitslohn einklagen, so beträgt der Streitwert 5.000,00 EUR.


Wie wird der Streitwert berechnet, wenn es nicht um Geld geht?

Streitet man nicht um die Zahlung einer bestimmten Geldsumme, sondern um einen anderen Gegenstand, ist die Ermittlung seines Wertes manchmal schwierig. Für häufig vorkommende Streitigkeiten hat die Rechtsprechung feste Regeln für die Festsetzung des Gegenstands- bzw. Streitwertes entwickelt.

So beträgt der Streitwert z.B. nach der Rechtsprechung bei einem Streit um

die Wirksamkeit einer Kündigung 3 Monatsgehälter
die Wirksamkeit einer Befristung 3 Monatsgehälter
die Berechtigung einer Abmahnung 1 Monatsgehalt
die Pflicht zur Zeugniserteilung 1 Monatsgehalt
die Pflicht zur Zeugniskorrektur 1 Monatsgehalt



Wie werden die Kosten für ein erstes Beratungsgespräch abgerechnet?

Der Gesetzgeber sieht vor, dass der Rechtsanwalt die Erstberatung wie jede andere Beratung abrechnet. Seine Gebühr ist aber bei 190 € netto nach oben begrenzt (vgl. § 34 RVG), zuzüglich Auslagenpauschale und Umsatzsteuer. Der Anwalt kann aber auch niedrigere Gebühren ansetzen (vgl. Kurzberatungspauschale in Höhe von 70 € brutto).